Privatvermietung von Wohnungen an Urlauber helfen, Unterkapazitäten zu verhindern!

Der Geschäftsführer der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH, Volker Bremer, fordert für private Wohnungen, die auf Portalen wie Airbnb oder Wimdu für Urlauber angeboten werden, ein Zweckentfremdungsverbot. Auch die Dresdner Tourismuswirtschaft hatte bereits vor etwa zwei Jahren ein solches Verbot gefordert. Laut dem Statistischen Landesamt in Kamenz hat Sachsen mit 7,86 Millionen Besuchern aus dem In- und Ausland im letzten Jahr einen neuen Rekord aufgestellt.

Dazu MdL Uwe Wurlitzer (Blaue Partei), Immobilienmakler und Mitglied der Blauen Gruppe im Sächsischen Landtag:

„Immer dann, wenn Interessengruppen – gleich welcher Art – Angst haben, dass ihr Stück vom Kuchen nicht mehr groß genug ist, rufen sie nach der Politik, damit sie ihnen bei der Verteilung hilft. Wenn es jetzt nach den Tourismusverbänden sächsischer Städte geht, sollen Vermieter oder Hausbesitzer gesetzlich gezwungen werden, die Wohnungen nur noch für den eigentlichen Zweck zu benutzen. Weil sie nicht offen sagen wollen, dass ihnen die Hotellerie ihrer Städte am Herzen liegt, sie deren Umsätze und Einflüsse mehren wollen, argumentieren sie zum Teil hanebüchen: Angeblich seien Sicherheit und eine Hygiene in Privatwohnungen nicht in voller Gänze gegeben. Fraglich nur, ob sich Hotels und Pensionen auch stets an alle Standards halten, die Usus sind.
Einen wichtigen Punkt sollten wir nicht vergessen. Leipzig und Dresden sind Messestädte. Vermietete Privatunterkünfte sorgen dafür, dass auch wirklich alle unterkommen. Diesen Markt jetzt regulieren und damit letztlich unattraktiv machen zu wollen, würde zu Imageverlusten und Schäden in allen wirtschaftlichen Bereichen führen.“

PDF zum Download