Merkel-Äußerung zu Ostdeutschen: Immer an den Frosch im Kochtopf denken!

Uwe Wurlitzer Landtag Sachsen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview für die Wochenzeitung Die Zeit grundlegend Verständnis für die Sorgen und Probleme der Ostdeutschen geäußert. Die Ressentiments gegen Flüchtlinge begründet die Kanzlerin mit der DDR-Vergangenheit – es habe im anderen Teil Deutschlands zu wenig Erfahrung mit anderen Kulturen gegeben.

Uwe Wurlitzer, MdL für die Blaue Partei #TeamPetry, meint hingegen:

„Dass sich Ostdeutsche schwer mit bestimmten Flüchtlingsgruppen tun, hat absolut nichts mit ihrer angeblichen DDR-Vergangenheit zu tun. ‚Ossis‘ wurde innerhalb von vier Jahren das auf‘s Auge gedrückt, wofür in Westdeutschland 40 Jahre lang Zeit war. In diesen vier Jahrzehnten mussten ‚Wessis‘ die Segnungen und Wirrungen immer währender Einwanderung verkraften. Zwischen Rügen und Fichtelgebirge wurden vor allem negative Seiten innerhalb kürzester Zeit sichtbar – da ist doch klar, dass das für lange Gesichter sorgt.

Ich muss in diesem Zusammenhang immer an die Geschichte des Froschs im Kochtopf denken. Erwärmt man das Wasser bis zum Siedepunkt, bleibt er seelenruhig sitzen und verkocht schließlich. Wirft man das Tier hingegen in kochendes Wasser, springt es reflexartig wieder heraus. Liebe Frau Bundeskanzlerin, diese Fabel sollten sie sich einmal wieder vornehmen!“

Leipzig, 24.01.2019

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